"Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts."
Hubertus Meyer-Burckhardt
Manche Menschen hinterlassen Spuren, die ein Leben lang bleiben. Für Hubertus Meyer-Burckhardt war ein solcher Mensch seine Großmutter Christel Vollbrecht. Mit ihrer ungewöhnlichen Lebensweise, ihrem unerschütterlichen Optimismus und ihrem feinen Humor wurde sie zu einer prägenden Figur in seinem Leben und zu einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war.
Christel Vollbrecht, Jahrgang 1898, liebte das Leben in all seinen Facetten. Sie war rebellisch, mutig und unangepasst. Ob in ihrer Stammweinstube, wo sie mit ihren pointierten Bemerkungen für Staunen sorgte, oder als Beifahrerin auf einer Moto Guzzi, deren Fahrer sie stets zu mehr Tempo anhielt – sie begegnete der Welt mit Neugier, Tatkraft und einer beeindruckenden Portion Lebensfreude.
In diesem sehr persönlichen Buch begibt sich Hubertus Meyer-Burckhardt auf die Spuren einer außergewöhnlichen Frau und ihrer Lebensgeschichte. Er erzählt von den Erfahrungen einer Generation, die zwei Weltkriege, gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Schicksalsschläge erlebt hat. Zugleich erinnert er sich an die Werte, die seine Großmutter ihm mitgegeben hat: Mut, Eigenständigkeit, Humor und die Bereitschaft, das Leben trotz aller Widrigkeiten zu lieben.
Mit großer Wärme und Offenheit verknüpft der Autor autobiografische Erinnerungen mit den Fragen, die ihn bis heute begleiten. Was macht einen Menschen stark? Wie bewahrt man sich Zuversicht in schwierigen Zeiten? Und welche Spuren hinterlassen die Menschen, die uns geprägt haben?
Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts. ist eine liebevolle Hommage an eine außergewöhnliche Frau, eine bewegende Familiengeschichte und zugleich eine inspirierende Einladung, mit mehr Gelassenheit, Mut und Lebensfreude auf die Welt zu blicken. Ein kluges, humorvolles und berührendes Buch, das lange nachklingt und zeigt, wie wertvoll die Geschichten der Menschen sind, die uns durchs Leben begleiten.